Marmolada Westgrat Klettersteig - Ferrata Cresta Ovest
Toureninfo
Topos
Standort / Karte
Tourenbeschreibung
Die Königin der Dolomiten, die Marmolada, ist ein Berg der Superlative: der höchste Berg der Dolomiten mit dem größten Dolomitengletscher und einer gigantischen Südwand. Die über den Westgrat führende Via ferrata della Marmolada (auch als Hans-Seyffert-Weg bezeichnet) ist außerdem einer der ältesten Klettersteige. Die Tour ist ein perfekter Mix aus Ferrata und Gletscherhochtour und eines der besten Genuss-Abenteuer in den Dolomiten!. Wie so oft in den Dolomiten sind die Höhepunkte der Tour nicht auf dem Klettersteig zu finden, sondern ergeben sich durch das überwältigende Panorama. Besonders beeindruckend ist der Blick auf den Gletscher mit dem unterhalb liegenden Fédaia-Stausee zur linken und die 800 m hohe Südwand zur rechten Seite.
Siehe Topos: Von der glatten, etwas sandigen Einstiegsstufe (C) aufwärts, dann links auf einer Rampe (Stelle B, meist einfacher) hinauf in die Forcella de la Marmolada (2896 m, dort führt der Weg 606 kurz mit Seilen gesichert B in die Schutthalde und weiter zum Rif. Contrin hinunter). Links der Kriegsstellung an Klammern (A/B) zu einem Stück Gehgelände über einen schuttbedeckten Rücken, welcher zu einem Grat (A, A/B) leitet. Man quert zu einer Rinne (B), auf die ein glatter, runder Grat (B) folgt. Wieder etwas links (A) in die große Plattenzone (kurze Passagen B, meist A/B) bis zu einer Felswand mit Tafel. Dort links (B) zu einer Stufe (B). Dann quert man zur Ecke und steigt über eine kurze Stufe (B) auf den breiten, runden Grat (A). Nun folgt man dem gestuften Grat über zwei Aufschwünge (Stelle A/B, meist A) und quert am Ende nach links zum Ende des Klettersteiges. Vom Ausstieg im Geröll oder auf dem Gletscher zum Gipfel (3343 m) mit der Capanna Punta Penia (3340 m) aufsteigen.
TVB
Komplette Klettersteigausrüstung und Steigeisen für das kleine Eisfeld am Zustieg (Stand 2025). Wer auf dem Normalweg absteigt, braucht die komplette Gletscherausrüstung.
Der Klettersteig - einer der ältesten in den Dolomiten – ist gut abgesichert. Einzig das Stahlseil am Einstieg könnte etwas tiefer runterreichen (es liegt dort ein Felsblock, der hilft etwas über die steile Passage)..
Der Einstieg C (je nachdem, wie weit das Seil herunterhängt) ist gleich der Schlüssel zum Erfolg. Danach viel B und A/B, auch etwas Gehgelände.
Von Tal auf dem Wanderweg in Richtung Rifugio Pian dei Fiacconi, bis man zur Forcella Col del Bous (2430 m) kommt. Dort zweigt ein schwach markierter Pfad (rote Pfeile und "V.F.") in Richtung Forcella de la Marolada ab. Man hält sich an die schwache Markierung. Einmal muss ein Felsriegel im 1. Schwierigkeitsgrad ungesichert überklettert werden (wer das nicht will, steigt weiter zur Station Plan dei Fiacconi auf und quert dort auf dem markierten Weg 606 in Richtung Klettersteig; ca. 200 Höhenmeter Mehraufwand). Man steigt in ein kleines Becken ab, um eine den Weg versperrende Felswand rechts zu umgehen. Man kommt in das Kar unterhalb der Scharte und steigt dort zum Einstieg am rechten Rand (rote Felsen) auf.
2835 m
Wer keine Hochtourenerfahrung hat, steigt am besten auf dem Klettersteig wieder ab.
Auf dem Marmolada-Normalweg Via Normale (B/C): In nördlicher Richtung über den schmaler werdenden Firngrat Schena de Mul zum versicherten Teil des Marmolada-Normalweges (A, eine Stelle B, ein kleiner Bauch B/C)) absteigen, bis der Gletscher Ghiacciaio della Marmolada erreicht wird. Im Seilschaftsverband über den Gletscher (Achtung Spalten!) zur Pian dei Fiacconi absteigen und vorbei an der Capanna al Ghiacciaio (2700 m) zum ehemaligen Rif. Pian dei Fiacconi (2626 m). Von dort Abstieg auf dem schon bekannten Weg 606 zum Parkplatz am Fedaia-Stausee.
Wer eine Gletscherbegehung komplett vermeiden möchte, steigt durch das Val de Contrin zu und über den Klettersteig (also genau auf der Aufstiegsroute) wieder ab.
Tabacco WK 06, Marmolada; Kompass WK 59, Sellagruppe, F&B, WKS 5
Von den geringen klettersteigtechnischen Schwierigkeiten darf man sich nicht täuschen lassen, dass die Tour ein ernstes hochalpines Unternehmen ist. Ein wenig Gletschererfahrung für den Zustieg, gute Akklimatisation und stabiles Wetter sind die Grundvoraussetzungen für die Begehung dieses Klettersteiges (die Gletscherreste vor dem Einstieg begeht man am besten mit Steigeisen). Wer eine Gletscherbegehung vermeiden möchte, steigt durch das Val de Contrin zu und über den Klettersteig (also genau auf der Aufstiegsroute) wieder ab.
Achtung: Wer im Sommer, bei blankem Gletscher auf dem Normalweg absteigt, braucht sehr gute Hochtouren- und Eisklettererfahrung - steiles Blankeis ist eine ernste Sache (bei viel Schnee im Frühsommer einfacher). Die meisten steige im Sommer über den Westgrat-Klettersteig wieder ab. Attention: Anyone descending the normal route in summer, when the glacier is bare, needs very good high-altitude mountaineering and ice climbing experience - steep bare ice is a serious matter (easier with plenty of snow in early summer). Most people descend via the West Ridge via ferrata in summer.
21.06.2026
Axel Jentzsch-Rabl
Ausgangspunkt / Anfahrt
Auf der A 22 bis zur Ausfahrt Klausen oder Bozen Nord. Weiter über das Sellajoch oder den Karerpass nach Canazei und auf der Staatsstraße 641 zum Lago di Fédaia. Über die westliche Staumauer zum Parkplatz beim Rif. Cima Udici. Öffis: Anreise mit dem Bus bis zur Lago-di-Fedaia-Staumauer (westliche Mauer).
Penia - 1555 m
Parkplatz Rifugio Cima Undici - 2090 m



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